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nova • orthotec | ORTHOPÄDIE MANUFAKTUR | Ralph Seefeld

Willkommen bei der nova-orthotec Manufaktur für Orthopädie in Berlin. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Euch, was Euch bei uns erwartet, wer wir sind, warum wir tun was wir tun - und warum unsere maßangefertigten Orthesen, Fuß- und Handschienen für Kinder und Erwachsene etwas ganz Besonderes sind.

Lexikon

Wissenswertes über O und A bis Z.


Orthese:

Eine Orthese ist laut Definition ein medizinisches oder orthopädisches Hilfsmittel, zur Stabilisierung, Entlastung, Ruhigstellung, Führung oder Korrektur von Gliedmaßen oder des Rumpfes.
Wir unterscheiden zwischen OS- (Oberschenkel-) und US- (Unterschenkel-) Orthesen, Handorthesen, Sprunggelenk-, Knie, Handgelenk- und Fingerorthesen, Rücken- und Rumpforthesen oder Hüftorthesen bzw. Korsetts, Schienen und Einlagen.

Der Einsatz von Orthesen, die eine Fehlstellung oder Haltung korrigieren, beruht auf der Anwendung des „Dreikräfteprinzips“– zwei Ansatzhauptpunkte und ein entgegengesetzt wirkender Druckpunkt.

Abhängig vom pathologischen Gangbild unserer Patienten, der Anforderungen des Arztes und Physiotherapeuten, bauen unsere Orthopädietechniker die Orthese so auf, dass sie die gewünschte Hebelwirkung erreicht.

Es gibt einfache Gelenke, Federgelenke, Gelenke mit rückfedender Wirkung oder flexiblem Zehenbereich. Für hohe Federkräfte gibt es Systemknöchelgelenke (NEURO SWING).

Über den definierten Drehpunkt und bestimmte Einstellungsmöglichkeiten erhaltet ihr dann soviel Bewegungsfreiheit, wie ihr sie braucht.

 

Orthopädische Einlagen:

Für CP-Patienten sind orthopädische Einlagen mit einem sensomotorischem Fußbett eine einfache und häufig angewendete Versorgung. Solche können in SMOs – Knöchelübergreifende Orthesen, eingearbeitet werden und die Stellung des Fußes ein wenig korrigieren und sogar die Muskeln aktivieren.

 

Orthopädische Schienen:

Orthopädischen Schienen werden zur Stabilisierung und Ruhigstellung eingesetzt, z.B. Armschienen, Handgelenk-Unterarmschienen, Ellenbogenschienen oder Knieschienen.


AFO (engl.: Ankle Foot Orthosis):
Unterschenkelorthesen werden häufig ohne Knöchelgelenk hergestellt. Sie werden in dynamische (DAFO) und starrische bzw. statische (SAFO) Unterschenkelorthesen unterteilt. Eine dynamische Unterschenkelorthese lässt z.B. eine Bewegung im anatomischen Knöchelgelenk zu, wohingegen die Bewegung im Knöchel mit einer starren Unterschenkelorthese ganz verhindert wird.


Cerebralparese:
Dabei kann das Gehirn falsche Impulse an die betroffenen Muskeln weiterleiten – deshalb funktionieren sie dann zu stark, zu schwach oder zu einem falschen Zeitpunkt. Je nach Art der Schädigung können Lähmungen auftreten, die bei vielen Patienten von Spastiken begleitet werden.

CP-Therapie
Die Versorgung von CP-Patienten kann – je nach Krankheitsbild, mit einer Vielzahl von Hilfsmitteln erfolgen. Interdisziplinäres Teamwork zwischen Arzt, Physiotherapeut und unseren Orthopädietechnikern ist uns wichtig und das A und O für eine optimale Versorgung.


DAFO (engl.: Dynamic Ankle Foot Orthosis):
Eine dynamische Unterschenkelfußorthese lässt z.B. eine Bewegung im anatomischen Knöchelgelenk zu.

Diplegie (griech. dis: zweifach; plege: Lähmung):
Eine beidseitige Lähmung bei der zwei Körperteile betroffen sind (z.B. beide Arme oder Beine).

Dorsal (lat. dorsum: Rückseite, Rücken):
Wenn etwas zum Rücken, bzw. zur Rückseite gelegen ist. Z.B. ist eine dorsale US-Orthese an der Wade gelegen.

Dorsalextension
bedeutet das Anheben des Fußes. Die Gegenbewegung ist das Absinken des Fußes (Plantarflexion).


Extension (lat. extensio: Streckung): 
Aktive oder passive Streckbewegung eines Gelenkes. Die Streckung (Extension) ist die Gegenbewegung zur Beugung (Flexion) und führt charakteristischer Weise zur Zunahme des Gelenkwinkels. Beim Sprung- und Handgelenk wird die Extension (Hebung der Fuß- oder Fingerspitze) beim Menschen meistens als Dorsalextension bezeichnet. An der Wirbelsäule wird meist der Begriff Reklination verwendet. Wird ein Körperteil überstreckt, so spricht man von einer Hyperextension (z. B. beim Kniegelenk als Genug recurvatum).

Als Extensor (lat. extendere: strecken):oder Strecker bezeichnet man einen Skelettmuskel, der eine Streckung eines Gelenks vollzieht. In einigen anatomischen Muskelnamen, insbesondere bei Muskeln des Unterarms und des Unterschenkels, kommt der Begriff explizit als zweiter Namensteil vor, z. B. Musculus extensor carpi ulnaris, deutsch ‚ellenseitiger Streckmuskel der Handwurzel‘.

 

Exzentrische Muskelarbeit (lat. ex centro: außerhalb der Mitte): Die Arbeit, die ein Muskel verrichtet, wenn er sich aktiv verlängert und bremsend eine Gelenkbewegung kontrolliert – z.B. das Pedalentreten beim Fahrrad fahren, die Beinarbeit beim Abfangen nach einem Sprung aus einer geringen Höhe oder z.B. auf einem Trampolin.


Flexion (lat. Flectere: beugen):
Ist die aktive oder passive Beugebewegung eines Gelenkes. Die Beugung ist die Gegenbewegung zur Streckung (Extension) und führt charakteristischer Weise zur Abnahme des Gelenkwinkels.

FRAFO (engl.: Floor Reaction AFO): 
Eine starre Orthese mit ventraler, nach vorne gelegener Schale, die für ein knie- bzw. hüftstreckendes Moment sorgt.


Hemiplegie (griech. hemi: halb; plege: Lähmung):
Eine Halbseitenlähmung, wenn eine Körperhälfte vollständig gelähmt ist.


 

KAFO (engl.: Knee Ankle Foot Orthosis):
Oberschenkel-Gehorthese oder Ganzbeinorthese mit einstellbarer Bewegungsfreiheit (NEURO SWING).

Kauergang (engl. Crouch gait):
Der Kauergang ist ein Gangbild geprägt von stetig gebeugten Hüften und Knien.

Kontraktur (lat.: contrahere: zusammenziehen): Kontraktiertes Gewebe – z.B. Muskeln oder Sehnen, schrumpft unwillkürlich und zieht sich andauernd zusammen. Dadurch erhalten die anliegenden Gelenke Bewegungseinschränkung bzw. Zwangsfehlstellung.
Mit einer entsprechenden Indikation kann dem entgegen gewirkt werden.


Muskel (lat. musculus: Muskel, "Mäuschen"):
Muskeln ziehen sich auf Befehl zusammen und entspannen dann wieder. Jeder Muskel bzw. jede Muskelgruppe hat – "festgeschweißt" durch die Sehnen, zwei oder mehrere Ansatzpunkte an den zu bewegenden Knochen. Zieht sich der Muskel zusammen, bewegen sich diese Ansatzpunkte aufeinander zu: Das dazwischen liegende Gelenk wird gebeugt. Gleichzeitig wird der entgegengesetzt arbeitende Streckmuskel entspannt.


Nancy Hylton Orthesen
Nancy Hylton, eine amerikanische Physiotherapeutin, die in den 90er Jahren die Welt der Orthesen auf den Kopf gestellt hat. Diese verwenden wir hauptsächlich bei der Behandlung von Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen (ICP).

NEURO SWING (Systemknöchelgelenke):
Das dynamische Systemknöchelgelenk ist – mit einstellbarer Bewegungsfreiheit und veränderbarer Federkraft, optimal für die Bedürfnisse der Patienten gemacht und kann individuell an ein pathologisches Gangbild angepasst werden.


Plantarflexion (lat. Planta: Fußsohle):
Absinken des Fußes.
Bei einer Plantarflexion sinkt der Fuß ab. 
Die Gegenbewegung ist die Dorsalextension, das Anheben des Fußes.


Schweizer Sperre
Eine Gelenksperre im Kniegelenk einer Orthese. Die Schweizer Sperre erlaubt die Arretierung bei der Streckung des Knies. Löst man die Sperre, kann die Sperrung wieder aufgehoben werden. Darüber kann der Sperrbügel herausgezogen und der Unterschenkel eingebeugt werden oder – durch Einrasten des Bügels in das Schienengelenk, verhindert werden, dass ein Patient mit Lähmungen oder Atrophien im Kniegelenk einbrechen kann.

Sensomotorisch
Betrifft das Zusammenspiel aus sensorischen und motorischen Teilen des Nervensystems. So beeinflussen z.B. die Sinneseindrücke über die Fußsohlen die Funktion bestimmter Muskeln. Sensomotorische Elemente können z.B. als Einlagen gefertigt oder auch als Fußbett in SMOs eingebaut werden.

SMO (supramalleoläre Orthese):
Über solche Knöchelübergreifende Orthesen aus Polypropylen, können wir die Stellung des Fußes leicht korrigieren und die Muskeln aktivieren. Die Plantarflexion kann durch die Bauhöhe eingeschränkt und kontrolliert werden, sodaß bei einer vollständigen Freilassung der Achillessehne eine gute Plantatflexion gewährleistert ist. 

Spastik (griech. spamos: Krampf): Tonuserhöhung der Skelettmuskulatur, die die Extremitäten in typische, nicht funktionelle Haltungsmuster zwingt. Sie wird immer durch eine Schädigung des Gehirns oder Rückenmarks hervorgerufen.


Ventral (lat. Venter: Bauch, Leib): Bauchwärts, nach vorne gelegen. Zur Führung und Stabilisierung des Gelenkes schränkt eine ventrale Orthese die Beugung (Flexion) bewusst ein.